Thema Wasser

 

Wasserwechsel
Um erfolgreich Aquarienfische zu pflegen ist ein regelmäßiger Teilwasserwechsel unbedingt erforderlich. Dies gilt selbstverständlich auch für Malawisee-Cichliden. Der Wasserwechsel ist erforderlich, um Schadschoffe, die im Wasser enthalten sind (z.B. Nitrat) zu reduzieren. Beim Wasserwechsel sollte das frische Wasser temperiert nachgefüllt werden (24 bis 25 Grad Celsius). Ein Wasserwechsel empfielt sich bei normal besetzen Aquarien alle 10 Tage. Bei Zucht- und stark besetzten Aufzuchtbecken sollte der Wasserwechsel im wöchentlichen Turnus erfolgen, wobei grundsätzlich ein Wasserwechel von 50 bis 80 % zu empfehlen ist.
Regelmäßige Wasserwechel sind ein wesentlicher Faktor für eine gut funktionierende Unterwasserwelt.

 

Salzzugabe

Bewährt hat es sich in der Praxis etwa 0,7- 1 Gramm Salz pro Liter Aquarienwasser ins Wasser zu geben. Ich nehme das günstigste Tafelsalz aus den bekannten Discountern (Aldi,Lidel,Rewe,Real etc.). Wichtig ist nur das es KEIN Jodsalz ist! Spezielle „sog. Malawisalze“ sind nicht erforderlich. Die genannten Salze aus dem Lebensmittelladen trüben das Wasser nicht.

Aufgrund der vielen Nachfragen ein Beispiel für ein 300 Liter Becken (120 cm x 50 cm x 50 cm):

Der effektive Wasserinhalt beträgt ca. 250 Liter (nach Abzug für Sand, Steine etc.).

Nun gebe ich bei der Ersteinrichtung ca. 200 Gramm (0,8g pro Liter) Salz hinzu. Das Salz löse ich vorher in ca. 1 Liter warmen Wasser auf. Bei einem Wasserwechsel muss entsprechend „nachgesalzt“ werden, damit die Salzkonzentration unverändert bleibt. Werden z.B. bei einem Wasserwechsel 100 Liter getauscht, muss entsprechend auch nur für 100 Liter „nachgesalzt“ werden (also 80 Gramm Salz). Dann erhält man wieder die gewünschte Salzkonzentration von 0,8 Gramm per Liter Aquarienwasser.

Das Salz im Wasser sorgt dafür, dass die Schleimschicht auf der Haut des Fischer dicker wird und unerwünschte Krankheiten es schwerer haben unseren kleinen etwas anzutun.

 

Sauerstoffsättigung im Wasser
Ein bedeutsamer Faktor für eine artgerechte Haltung von Malawibuntbarschen ist sauerstoffreiches Wasser. Sauerstoff ist einer der belangreichsten Faktoren für das Leben im Aquarium! In der Nutzfischzucht ist seit langem bekannt, dass sauerstoffreiches Wasser die Gesundheit und das Wachstum der Fische fördern. Für Fische ist ein Leben in sauerstoffarmen oder gar sauerstofflosen Gewässern nicht möglich. Um den aus klaren, sauer- stoffreichen Gewässern stammenden Malawi-Buntbarschen im Aquarium gerecht zu werden, müssen die Sauerstoffbedingungen ideal sein. Sauerstoffmangel der Fische ist unbedingt zu vermeiden. Eine solchen erkennt man, wenn die Fische, meist morgens, an der Wasseroberfläche oder im Filterstrom stehen und schwer atmen schwer. Das bedeutet, dass der Sauerstoffgehalt im Aquarienwasser zu niedrig ist. In unseren heimischen Aquarien ist das Wasser in der Regel nur zu ca. 80% mit Sauerstoff gesättigt. Sofern der Sauerstoffgehalt nur um weitere wenige Prozentpunkte sinkt leiden die Fische unter Atemnot. Stellen wir Atemnot der Tiere fest, sollte zunächst überprüft werden, ob ein Gerät ausgefallen ist. Für Sauerstoffzufuhr sorgt in erster Linie die Filtration, indem sie das Wasser bewegt, oder die Strömungspumpe und auch ein Luftsprudler. Die häufigste Ursache für zeitweisen Sauerstoffmangel ist ein stark verunreinigter Filter, dessen Anschlussleitungen, oder eine mit Pflanzenmaterial zugesetzte Strömungspumpe. In beiden Fällen wird das Wasser nicht genügend bewegt und somit nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff angereichert. Reinigen Sie also den Filter und dessen Schlauchleitungen – und sofern vorhanden – die Strömungspumpe. Meist ist das Problem innerhalb von ein bis zwei Stunden behoben. Um eine ausreichende Sauerstoffversorgung zu gewährleisten ist es ratsam, für eine ausreichende Bewegung des Wassers zu sorgen. Auch sollte die Oberfläche des Wassers in Bewegung sein, um die Bildung einer Kahmhaut zu vermeiden. Empfehlenswert ist der Einsatz einer Strömungspumpe. Bei einem Außenfilter kann zusätzlich auf der Druckseite ein Diffusor verwendet werden. Auch Luftsprudler sind ratsam. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Oxidatoren.

 

Wasserwerte

Idealer Wert

PH 8 – 8,5

KH 5 – 8

GH 3 – 6

Nitrit 0,0 mg/L

Nitrat bis 25 mg/L

Ammoniak 0 mg/L

Gesamt Ammoniak 0 mg/L

Chlor 0 mg/L

Chlorid 8,5 – 13,6 mg/L

Eisen 0,03 – 0,1 mg/L

Kohlendioxid 0,5 – 2,2 mg/L

Kupfer 0 mg/L

Leitwert 210 – 286 µS/cm

Phosphat 0 mg/L

Sauerstoff 5 – 8 mg/L

Silikat 0 mg/L

Temperatur 27 °C

Wasserwechsel von 70 % wöchentlich sind optimal.

 

Grenzwert

PH 7,7 – 8,5

KH 4 – 12

GH 3 – 20

Nitrit 0,2 mg/L

Nitrat bis 30 mg/L

Ammoniak 0,02 mg/L

Gesamt Ammoniak 0,2 mg/L

Chlor 0,1 mg/L

Chlorid unbekannt

Eisen 0,2 mg/L

Kohlendoixid 50 mg/L

Kupfer 0,1 mg/L

Leitwert 500 µS/cm

Phosphat 5 mg/L

Sauerstoff 3 – 8,5 mg/L

Silikat unbedeutend

Temperatur 22 °C – 30 °C

Wasserwechsel von 30 % wöchentlich sind minimal anzustreben.

 

 

 

 

 

 

Text: http://www.tims-malawizucht.de/